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Ich werde Zeitzeuge – Erinnerung weitertragen

Wer erzählt die Geschichte weiter, wenn die letzten Zeitzeugen nicht mehr da sind?

Die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer gab jungen Menschen einen besonderen Auftrag:

„Dass ihr die Zeitzeugen sein werdet, die wir nicht mehr lange sein können.“

Genau hier setzt das Projekt „Ich werde Zeitzeuge“ an, das die Chance Jugend Stiftung unterstützt.

Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit jüdischer Geschichte und jüdischem Leben. Sie recherchieren, begegnen Menschen, stellen Fragen – und entdecken, dass Geschichte oft direkt vor der eigenen Haustür beginnt.

Geschichte bekommt Namen und Gesichter

Die Jugendlichen recherchieren die Geschichte jüdischer Familien aus ihrer eigenen Region. Wer waren diese Menschen? Wie haben sie gelebt? Und welche Spuren erinnern heute noch an ihre Lebensgeschichten?

So wird aus historischen Fakten etwas Persönliches. Geschichte bekommt Namen, Gesichter und Schicksale.

Begegnung baut Vorurteile ab

Gleichzeitig begegnen die Jugendlichen jüdischem Leben heute.

Im Austausch mit den Dozenten Tim Kurockin und Terry Swartzberg können sie offen ihre Fragen stellen und mehr über jüdisches Leben, Traditionen und persönliche Erfahrungen erfahren.

Solche Begegnungen können Unsicherheiten abbauen, neue Perspektiven eröffnen und Verständnis fördern.

Denn Verständnis entsteht dort, wo Menschen sich begegnen.

Wenn Erinnerung hörbar wird

Gemeinsam mit Anke Spindler entdecken die Schülerinnen und Schüler mit der Zauberharfe deutsch-jüdische Lieder, die bereits vor mehr als 100 Jahren gesungen wurden.

Musik eröffnet dabei einen besonderen Zugang zur Vergangenheit und macht Erinnerung auf eine ganz andere Weise erlebbar.

Erinnerung bedeutet Verantwortung

Die Chance Jugend Stiftung unterstützt die internationalen Schulprojekttage rund um „Ich werde Zeitzeuge“. Durchgeführt wird das Projekt vom Verein zur Gründung der Kulturstiftung Schloß Wernsdorf e. V. unter der Projektleitung von Thomas Spindler.

Wir möchten dazu beitragen, dass junge Menschen Geschichte nicht nur kennen, sondern verstehen, warum Erinnerung auch heute wichtig ist.

Denn Erinnerung bedeutet mehr, als Vergangenes zu bewahren. Sie bedeutet Verantwortung für unsere Zukunft.

Damit das Leben junger Menschen gelingt!