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SINA – junge Menschen werden zu Changemakern

Nicht Probleme für junge Menschen lösen. Sondern sie befähigen, selbst Lösungen zu entwickeln.

Genau das ist die Idee hinter SINA – Social Innovation Academy.

Junge Menschen entdecken ihre Fähigkeiten, übernehmen Verantwortung und entwickeln aus konkreten Herausforderungen ihres eigenen Lebensumfelds unternehmerische Lösungen. So entstehen Social Enterprises, die nicht nur eine eigene Perspektive schaffen, sondern gleichzeitig Probleme in der Gemeinschaft lösen.

Die Chance Jugend Stiftung hat diesen Ansatz zunächst in der Flüchtlingssiedlung Palabek in Uganda unterstützt. Inzwischen gehen wir gemeinsam den nächsten Schritt – in Uganda, Kenia und Tansania.

Uganda: Was in Palabek bereits entstanden ist

Den Start der Twero Innovation Academy im Palabek Refugee Settlement hat die Chance Jugend Stiftung finanziell ermöglicht.

Inzwischen haben dort 35 junge Menschen in zwei Kohorten teilgenommen. Zunächst ging es um ihre persönliche Entwicklung: um Selbstvertrauen, Kommunikation, eigene Ziele und die Erfahrung, selbst etwas verändern zu können.

20 von ihnen gingen anschließend in die nächste Phase über und übernahmen Verantwortung innerhalb der Community.

Dabei entstanden bereits fünf Teams für Social Enterprises – mit Ideen gegen Mangelernährung und fehlenden Zugang zu Menstruationsprodukten sowie in den Bereichen Wäscherei, Joghurtproduktion und Flüssigseife.

Wie konkret daraus Hilfe zur Selbsthilfe werden kann, zeigen zwei Beispiele:

Glow Roots produziert nährstoffreiches Porridge-Mehl für Familien mit mangelernährten Kindern. Einen Teil der Einnahmen nutzt das Team, um besonders gefährdete Kinder kostenlos mit Porridge zu versorgen.

EcoEase stellt wiederverwendbare Binden her. Die Idee entstand aus der persönlichen Erfahrung einer Gründerin, die als junges Mädchen selbst keinen Zugang zu geeigneten Menstruationsprodukten hatte und deshalb schließlich nicht mehr zur Schule ging.

Auch über die eigentlichen Teilnehmenden hinaus wirkt Twero: Durch Veranstaltungen und Aktivitäten wurden bereits mehr als 150 weitere junge Menschen erreicht.

Der nächste Schritt: ein eigener Ort für Twero

Bislang verfügt die Twero Innovation Academy über keinen eigenen dauerhaften Standort. Einige Teilnehmende müssen bis zu zwei Stunden laufen, um den Lernort zu erreichen.

Deshalb unterstützt die Chance Jugend Stiftung nun den Erwerb von Land und den Bau eines ersten eigenen Gebäudes für die Twero Innovation Academy.

Damit soll ein fester Ort für Trainings, Begegnungen und die Arbeit der entstehenden Social Enterprises geschaffen werden. Das Grundstück bietet darüber hinaus die Möglichkeit, Landwirtschaft zu betreiben und damit die Selbstversorgung der Community zu stärken.

Kenia: Eine bestehende Community absichern

In den Flüchtlingssiedlungen Kakuma und Kalobeyei arbeitet seit 2022 die SINA Community Global Innovation Valley.

Das Besondere: Die Community wurde von Menschen aufgebaut, die selbst als Geflüchtete dort leben oder gelebt haben. Sie kennen die Lebensbedingungen und Herausforderungen vor Ort aus eigener Erfahrung – und genau daraus können neue Ideen und Social Enterprises entstehen.

Die Strukturen stehen bereits. Was fehlt, ist die notwendige Sicherheit für den laufenden Betrieb.

Die Chance Jugend Stiftung sichert deshalb die Arbeit der Community für zwölf Monate ab. Unterstützt werden unter anderem Mahlzeiten für die Scholars, notwendige Transportmöglichkeiten, kleine Stipendien für lokale Trainerinnen und Trainer sowie Arbeitsmaterialien für das Lernen und die Entwicklung eigener Geschäftsideen.

So kann eine bereits funktionierende, lokal aufgebaute Community ihre Arbeit verlässlich fortsetzen.

Tansania: Eine neue SINA Community entsteht

Ab Februar 2027 unterstützt die Chance Jugend Stiftung den Aufbau und das erste Betriebsjahr einer neuen, lokal geführten SINA Community an der Tweyambe School in Tansania.

Die Voraussetzungen dafür sind bereits vorhanden: Die ursprünglich für rund 600 Schülerinnen und Schüler gebaute Schule wird derzeit nur von etwa 200 besucht. Dadurch stehen Klassen- und Schlafräume teilweise leer. Auch Werkstätten, ein Computerraum und eine kleine Klinik sind vorhanden und können für die neue Community genutzt werden.

Drei junge Menschen aus dem Umfeld der Schule sollen zunächst sechs Monate in einer bestehenden SINA Community in Uganda leben, lernen und Verantwortung übernehmen. Anschließend kehren sie nach Tansania zurück und bauen – begleitet von erfahrenen SINA-Mitgliedern – die neue Community vor Ort auf.

Geplant ist ein Start mit etwa 20 jungen Menschen. Schrittweise soll die Community auf 50 bis 70 Scholars wachsen. Aus den ersten Teilnehmenden sollen wiederum Trainerinnen, Trainer und Coaches hervorgehen, die ihr Wissen an die nächste Generation weitergeben.